Die Oberlinger-Steinmeyer-Orgel
Die Gimmeldinger Orgel besitzt das älteste Gehäuse im protestantischen Kirchenbezirk Neustadt und war der erste mechanisch traktierte neobarocke Neubau der Region.

📜 Geschichte der Orgel
🎹 Dispositionen
Hartung-Orgel (1749–1956)
Manual (C, D–c‴)
- Gedackt8'
- Quintadena (Bass)8'
- Solicional (Discant)8'
- Principal4'
- Gedackt4'
- Quint3'
- Octave2'
- Sesquialter1½'
- Mixtur IV1'
- Cimbel1'
- Vox humana8'
Pedal (C, D–f°)
- Subbaß16'
- Octavbaß8'
- Posaune8'
Oberlinger-Steinmeyer-Orgel (seit 1956)
Hauptwerk (I) C–g″
- Principal8'
- Rohrflöte8'
- Octave4'
- Kleingedackt4'
- Superoctave2'
- Sesquialter II2⅔'
- Mixtur V1⅓'
- Trompete8'
- Tremulant
Positiv (II) C–g‴
- Gedackt8'
- Koppelflöte4'
- Principal2'
- Terz1⅗'
- Quint1⅓'
- Zimbel IV1'
- Vox humana8'
- Tremulant
Pedal C–f'
- Subbaß16'
- Octavbaß8'
- Choralbaß4'
- Stille Posaune16'
- Cornett2'
Bedeutung & historischer Kontext
Im protestantischen Kirchenbezirk Neustadt besitzt die Gimmeldinger Orgel das älteste Gehäuse – sie war zudem der erste mechanisch traktierte neobarocke Neubau der Region.
Sie darf als Klangdokument der frühen Orgelbewegung am Übergang vom romantischen zu einem neu interpretierten norddeutschen Klangideal gelten. Die von Adolf Graf favorisierte Orgelbewegung verlangte helle Mixturen, vollständigen Obertonaufbau und den Verzicht auf Streicherregister – all das prägt den Klang der heutigen Orgel bis heute.
Das ursprünglich naturbelassene Eichengehäuse wurde 1969 in Farbe gefasst. 1984 erfolgte eine Überarbeitung der Balganlage, 1995 die Erneuerung der gesamten Traktur durch die renommierte Firma G. F. Steinmeyer (Oettingen).
