Wir und unsere Geschichte
Die Protestantische Kirchengemeinde Gimmeldingen – alt und jung, traditionsbewusst und zeitoffen, reich an Gemeinschaft und ehrlich in ihren Grenzen.
Geschichte der Reformation in Gimmeldingen
Der Weg zur Reformation – Stationen
Unsere Gemeinde ist …
… alt

Seit 1556 ist Gimmeldingen evangelisch – zehn Jahre nach Luthers Tod. Die reformierte Lehre war so fest verankert, dass niemand daran dachte, die historische Inschrift im Turm zu tilgen. Auch das 17. Jahrhundert, in dem Gimmeldingen neun Jahre wieder nominell katholisch war, änderte daran nichts.
… jung
Es gibt Krabbelgruppe, Kindergottesdienst und Kinderstunde mit biblischen Inhalten, Spiel und Kinderkino. Ökumenische Schulgottesdienste finden regelmäßig statt. Das aktive Wahlrecht erhält man mit 14 Jahren – junge Menschen werden früh in die Verantwortung eingebunden.
… traditionsbewusst
Die Gemeinde ist älter als die Reformation. Das Kirchengebäude mit romanischen und gotischen Elementen und dem barock-klassizistischen Gottesdienstraum wird als Mittelpunkt des kirchlichen Lebens bewahrt – dazu wurde der Förderverein Kultur und Kirche ins Leben gerufen.
Sechs ausgebildete Kirchenführer betreuen die auch touristisch bedeutende Kirche. Als einziges Symbol wählten die Vorfahren beim Umbau 1803 das Auferstehungslamm an der Kanzel – ein Rückgriff in die vorreformatorische Bildsprache. Mit dem „Gimmeldinger Laurentius" (2007) knüpfte man bewusst an die mittelalterliche Kirchenweihe an.
… zeitbewusst
— Inschrift am Südportal, 1803
„Nun" – „bald" – „jetzt": Die Inschrift über dem Südportal zeugt von einem Gespür für das Aktuelle. Sie beschreibt Kirche nicht als Ziel, sondern als Ausgangspunkt für den Weg in die Welt. Dem entspricht das heutige Engagement: drei Förderprojekte, ökumenische Partnerschaft, Konzerte und Ausstellungen zur Gegenwartskunst.
… reich
Vielfältige Begabungen in der Kirchenmusik – Flöte, Posaune, Trompete. Das Kirchcafé nach jedem Gottesdienst lädt zum Verweilen ein. Das Presbyterium unter dem Vorsitz von Claudia Stolleis trifft sich monatlich. Die Gemeinde besitzt eine der schönsten Kirchen der Pfalz.
… arm
Leider bleiben viele Angebote ungenutzt. Die Gottesdienste sind überdurchschnittlich gut besucht – und dennoch sind viele Bankreihen leer. Seit Jahren schrumpft die Gemeinde, aus dem gleichen Grund, aus dem die Bevölkerungszahlen zurückgehen.
Ein- und Austritte halten sich seit geraumer Zeit die Waage. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel sind trotzdem rückläufig. Diese Ehrlichkeit gehört dazu – und sie ist Antrieb, Gemeinde lebendig zu gestalten.
