Das Herz unserer Gemeinde

Die Gottesdienste werden liebevoll vorbereitet und in einer schönen Kirche bei anspruchsvoller Musik gefeiert. Meistens spielt die Orgel. Aber wir haben auch einen Posaunenchor, der etwa zehnmal im Jahr die Gottesdienste musikalisch ausgestaltet.

Aber auch die Flötengruppen kommen zum Einsatz, oder manchmal einfach nur eine Gitarre zur Liedbegleitung.

 

Alle sind willkommen, ungeachtet der Konfession oder Religion.

 

Man darf auch seinen Unglauben, seine Zweifel mitbringen. Und wer als Atheist kommt, ist uns genauso willkommen.

Wenn wir auch Kindergottesdienst haben, beginnen wir gemeinsam. Dann ziehen die Kinder mit dem Team ins Gemeindehaus und und die Eltern können sich auf die Predigt konzentrieren.

Und wenn es nicht ein Gedanke der Predigt war, der einen angesprochen hat, dann vermochte es vielleicht ein Gespräch beim Kirch-Café, den es bei uns regelmäßig nach dem Gottesdienst gibt. Besondere Taufsonntage gibt es nicht.

 

Das Abendmahl feiern wir an den kirchlichen Feiertagen.


Ökumenischer Gottesdienst am König-Ludwig-Pavillon - Freitag, 2.9.2022, 18.30 Uhr

Evangelische und katholische Gemeinden aus Gimmeldingen und Königsbach pflegen die Tradition einmal im Jahr am König-Ludwig-Pavillon eine gemeinsame Andacht zu feiern – während die Sonne langsam untergeht und mit Blick in die Rheinebene über die Reben, deren Laub sich zu färben beginnt.

Der Gottesdienst, der am „ökumenischen Schöpfungstag“ stattfindet, steht unter dem Thema: „Im Angesicht des Schöpfers – zwischen Angst und (Gott-)Vertrauen“. Viele sind an der Liturgie beteiligt, was die Andacht sehr lebendig macht. Der Posaunenchor spielt und Pastoralreferent Werner Busch wird die Ansprache halten.

Wir sitzen danach noch zusammen und vertiefen die ökumenische Gemeinschaft im Gespräch bei einem guten Schluck Wein und einer Brezel.

Falls das Wetter nicht mitspielen sollte, weichen wir in die katholische Pfarrkirche St. Johannes aus.

„Auftanken“

Gottesdienst für „Gottesdienstmuffel“

von Heike Hoffmann

Durch verschiedene Gespräche in den vergangenen Monaten wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass unsere etablierte Gottesdienstform nicht für alle Menschen geeignet ist, um einen Zugang zum christlichen Glauben zu bekommen. Und auch manche Christen wünschen sich neue Gottesdienstformen. Diesem Wunsch möchte das Presbyterium mit einem neuen, zusätzlichen Angebot entgegenkommen. Es heißt „Auftanken“. Für alle, die zu Gottesdiensten wenig oder keinen Bezug haben, hier ein paar Gedanken dazu:

Gottesdienst, d. h. „Dienst für Gott“. Ist der Gottesdienst dafür da, dass wir Christen 1 Std./Woche Gott dienen? – Und ansonsten nicht?

Diese beiden Fragen beinhalten schon die Antwort: Das kann’s doch wohl nicht sein! Viele Christen sehen ihren Dienst für Gott darin, anderen Gutes zu tun, und das natürlich nicht auf eine Stunde in der Woche beschränkt. Nein, Gutes tun ist eine Lebensaufgabe, die das Denken und Handeln eines Christen durchdringen soll(te). Also sollte im Grunde mein ganzes Leben „Gottesdienst“ sein. – Dann kann ich mir den Kirchgang am Sonntag doch sparen, oder?

Kirchgang am Sonntag doch sparen, oder? Aber beschränkt sich unser Leben als Christen denn wirklich darauf, Gutes zu tun? Inwiefern unterscheiden wir uns dann z. B. von den Buddhisten, die darauf bedacht sind, durch gute Werke ihr Karma zu verbessern?

Nein, Christsein ist vielmehr! Christsein heißt als allererstes Gott zu lieben und zu ehren. Und ebenso wichtig ist es, unseren Nächsten zu lieben. Die beiden Aspekte gehören zusammen. So wie Gott uns liebt, sollen auch wir unsere Mitmenschen lieben. Und Gottes Liebe haben wir in seinem Sohn Jesus Christus kennengelernt. „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Joh. 4, 19) Aber wie geht das – Gott lieben?

Dann möchte ich v.a. Zeit mit ihm verbringen, ihn besser kennenlernen, die gemeinsame Zeit einfach genießen. Das baut uns auf und gibt Kraft, unseren Alltag zu meistern. Wenn ich Schwierigkeiten in einer Freundschaft habe, tut es gut, mit jemandem darüber zu sprechen, fremde Gedanken dazu zu hören, aber auch zu spüren, dass man mit seinen Problemen ernst genommen wird.

Diese beiden Punkte können wir gut auf unsere Beziehung zu Gott übertragen: Wenn wir uns Zeit für Ihn nehmen, werden wir Ihn besser kennenlernen, unsere Liebe zu Ihm wird wachsen, wir können und wollen uns mehr und mehr für Ihn öffnen und unser Leben mit Ihm teilen.

Dennoch sind wir Christen, egal wie lange wir es schon sind, immer wieder mit unserem eigenen Unglauben konfrontiert:

Gibt es Gott wirklich, oder ist das alles doch nur Einbildung?  

Ich habe das Gefühl, meine Gebete verhallen im luftleeren Raum.  

Warum erhört Gott mein Gebet nicht?  

Ich kann nicht glauben, dass Gott ganz real in mein Leben eingreift!  

Ich will ja ein guter Mensch sein, aber ich scheitere immer wieder. Was mache ich nur falsch?

Diese Liste von Fragen und Zweifeln ließe sich vermutlich endlos fortsetzen. Und genau dafür ist Gottesdienst auch da: Dass wir uns mit unseren Fragen und Zweifeln Gott stellen. Er hat uns die Bibel geschenkt, damit wir Ihn kennenlernen können. Dieses Kennenlernen bewirkt Dankbarkeit und Freude, die wir z.B. auch gerne durch Lieder ausdrücken. Auch unsere Sorgen und Zweifel finden sich in vielen Liedern wieder. Manchmal kommt es vor, dass einem der Text eines Liedes so richtig aus der Seele spricht, v.a. bei Liedern in zeitgemäßem Deutsch, die man spontan zu seinen eigenen Liedern machen kann.

So weit, so gut. Bibel lesen, Lieder singen, danken. – Das alles kann ich auch für mich alleine zu Hause tun. Dafür muss ich nicht in die Kirche gehen. Ein Aspekt war Jesus jedoch von Anfang an sehr wichtig, weil er wusste, dass wir Menschen das brauchen: die Gemeinschaft. Als Christen können und müssen wir uns gegenseitig im Glauben bestärken und dürfen uns helfen zu wachsen. Über unsere Zweifel sprechen zu können, verstanden zu werden, nimmt schon eine große Last. Wenn wir dann noch von den Erfahrungen unserer Mitmenschen mit Gott hören, erhalten wir neue Hoffnung.

Der Gottesdienst tut also uns selbst gut. Es ist ein Ballast abwerfen, Auftanken, Kraft und Hoffnung schöpfen. Und gleichzeitig dienen wir Gott, weil er sich eine Beziehung zu uns wünscht. Der Gottesdienst in der Form, wie wir ihn feiern, hat sich entwickelt, ist aber so nicht biblisch vorgegeben. Also hindert uns nichts daran, Gottesdienst auch anders zu feiern, neue Ausdrucksformen und Abläufe auszuprobieren und zu finden. Für das erste Treffen habe ich mir ein Konzept überlegt. In den nachfolgenden Treffen sollen die Fragen, Zweifel, Bedürfnisse der Teilnehmer den Inhalt und die Art des Gottesdienstes bestimmen. Denn es ist mir ein Anliegen, alle dort abzuholen, wo sie in ihrem Glaubensleben stehen.

Daher lade ich zu dieser neuen Gottesdienstreihe ein, in der wir gemeinsam Wege finden, die uns helfen, Gott besser kennen zu lernen, das große Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz zu verstehen und seinen Wert für unser Leben zu erkennen, unserer Dankbarkeit gegenüber Gott Ausdruck zu verleihen, uns gegenseitig zu stärken und füreinander da zu sein. Alle, egal ob oder wie getauft, sind herzlich willkommen, gemeinsam mit anderen Suchenden zu suchen und zu finden.

Die Termine für 2022

9. Juli, 10. September, 8. Oktober, 12. November und 10. Dezember

jeweils von 17 bis 18 Uhr im Prot. Gemeindesaal Königsbach (im Alten Schulhaus)