Gruppen
Evangelischer Krankenpflegeverein
Gimmeldingen e.V. – Seit 1907 füreinander da
In Gimmeldingen gibt es Vereine, die vor über 100 Jahren gegründet wurden und noch heute lebendig sind. Der Evangelische Krankenpflegeverein Gimmeldingen ist einer von ihnen – gegründet 1907 als „Verein für Krankenpflege und Kleinkinderschule". Was damals begann, wirkt bis heute als gelebte Solidargemeinschaft.
Gegründet
1907
Mitglieder
155 Familienmitgliedschaften
Jahresbeitrag
31 € (inkl. Ehepartner und Kinder bis 18 J.)
Betreut aktuell
6 Pflegebedürftige + 4 Haushaltshilfen
Geschichte und heutige Aufgaben
Im Jahre 1907 gründeten der Gimmeldinger Pfarrer und einige Gemeindemitglieder den Verein. Bis in die 1970er Jahre kümmerte sich eine Diakonissenschwester – Schwester Elisabeth – um die Alten und Kranken im Dorf.
Wegen zunehmendem Personalmangel schlossen sich 1975 die Diakonie- und Elisabethenvereine der Region zusammen und gründeten die ökumenische Sozialstation – zuständig für Neustadt mit allen Ortsteilen, Maikammer und Lambrecht. Über sie werden heute Fachkräfte vermittelt.
Was der Verein heute leistet
Vermittlung ambulanter Kranken- und Altenpflege über die ökumenische Sozialstation
Vermittlung hauswirtschaftlicher Versorgung
Besuche bei hochbetagten Mitgliedern an runden Geburtstagen
Weihnachtsbesuch mit kleinem Geschenk
Vergünstigte Leistungen der Sozialstation für Vereinsmitglieder
Fortbildungen und Vorträge (z.B. Demenz, Organspende)
Interview mit Ute Wolf, 1. Vorsitzende
Barbara Kermann im Gespräch mit Ute Wolf · Februar 2023
In den 40er Jahren wurde der Kindergarten von der Politischen Gemeinde übernommen. Aber die ambulante Pflege war noch lange Zeit Aufgabe des Vereins?
Bis in die 1970er Jahre wurde diese Aufgabe von einer Diakonissenschwester übernommen. Viele der Älteren erinnern sich noch an Schwester Elisabeth, die sich um die Alten und Kranken im Dorf kümmerte.
Es gibt heute keine Schwester mehr im Dorf – wie sieht das heute aus?
Wegen zunehmendem Personalmangel haben sich 1975 die Diakonie- und Krankenpflegevereine der Region zusammengetan und die ökumenische Sozialstation gegründet. Sie ist für Neustadt mit allen Ortsteilen, Maikammer und Lambrecht zuständig.
Wer kümmert sich, wenn jemand aus Gimmeldingen Hilfe braucht?
Da wir Mitglied der ökumenischen Sozialstation sind, vermitteln wir die Hilfe bei ambulanter Kranken- und Altenpflege sowie für hauswirtschaftliche Versorgung. Im Moment werden sechs Mitglieder unseres Vereins in Gimmeldingen betreut, vier weitere erhalten Hilfe im Haushalt.
Muss man Mitglied im Krankenpflegeverein sein, um Hilfe zu bekommen?
Jeder bekommt Hilfe. Aber für Mitglieder gelten Ermäßigungen auf die verschiedenen Leistungen, die sich nach der Dauer der Mitgliedschaft berechnen. Als Mitglieder gelten auch Ehepartner und Kinder bis 18 Jahren.
Der Verein erfüllt inzwischen auch andere Aufgaben?
Wir besuchen hochbetagte Mitglieder an runden Geburtstagen und an Weihnachten, dann auch mit einem kleinen Geschenk. So erfüllen wir eine wichtige soziale Aufgabe in unserem Dorf. Wir haben auch Vorträge organisiert – zum Thema Organspende mit Dr. Wuttke, und 2009 zum Thema „Demenz" bei der Sozialstation.
Wie viele Mitglieder hat der Verein und wie hoch ist der Jahresbeitrag?
Im Moment haben wir 155 Familienmitgliedschaften. Der Jahresbeitrag beträgt 31 Euro. Ein Teil geht an die ökumenische Sozialstation, der Rest wird zur Unterstützung sozialer Projekte verwendet. Alle aktiven Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich.
UW
Ute Wolf
1. Vorsitzende
Telefon
Früher war es selbstverständlich für die Gimmeldinger Bürger, Mitglied im Krankenpflegeverein zu sein. Das hat sehr nachgelassen. Wer sich für unseren Verein interessiert und Näheres erfahren möchte, kann Ute Wolf gerne anrufen.
