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Neue Aufgaben, neue Gottesdienstzeiten

Gimmeldingen, Königsbach und Mußbach bald eine Kirchengemeinde

Ab März nächsten Jahres gehört die Verwaltung des Pfarramts in Mußbach zu meinen Aufgaben. Ich habe dann zwei Gemeinden mit zwei Presbyterien und mit der Johanneskirche einen weiteren Gottesdienstort. Ich werde mich bemühen, für beide Gemeinden gleichermaßen dazusein.

Dass, nachdem mein Kollege Schnörr in den Ruhestand getreten ist, diese Pfarrstelle nicht mit einem eigenen Pfarrer, einer eigenen Pfarrerin besetzt wurde, ist ein Krisenzeichen. Wir verlieren Mitglieder, uns stehen weniger Mittel zur Verfügung. Wir müssen also auf der einen Seite sparen und auf der andern überlegen, wie wir neue Mittel erwirtschaften können. Da wir mit Letzterem nicht sehr erfolgreich waren, bleibt das Sparen (Pfarrstellen) und Verkaufen (Gebäude).

Wie gehen wir damit um?

Wir suchen jetzt schon nach Zusammenarbeit, den berühmten Synergieeffekten. Was können wir zusammen besser? Wo lassen sich dieselben Aufgaben gemeinsam angehen? Wo konzentrieren wir uns auf unsere starken Seiten und profilieren beide Gemeinden weiter? Wo müssen wir (dafür) eventuell anderes lassen?

Darüber wird viel zu reden sein. Eine Entscheidung musste schnell herbeigeführt werden. Unser Presbyterium und das Presbyterium in Mußbach haben beschlossen, dass es neue Gottesdienstzeiten geben wird, weil ich jeden Sonntag zweimal predigen werde.

Unsere werden sich ändern.

Ab März wird in Gimmeldingen und Mußbach jede Woche im Wechsel Gottedienst um 09:30 Uhr und 11:00 Uhr sein. Die Gottesdienste in Königsbach: Samstags um 17 Uhr - alle zwei Wochen in der eingeführten Form als "Auftanken"

Damit das gut funktioniert, wird der Gemeindebrief wichtiger werden, denn dort finden Sie den aktuellen Gottesdienstplan. Wie sagte jemand im Presbyterium? „Es wird ein halbes Jahr Chaos geben. Und dann haben es alle gelernt.“ Aber man kann ja auf die Glocken hören...


Devin Reh - a star is born

Am 1. Advent 2013 war es soweit: der herade erst konfirmierte Devon Reh füllte die Meerspinnhalle mit seiner ersten Musical-Produktion: Initiator, Regisseur, Schauspieler und Manager war ein14-jähriger! Barabra Kermann beschrieb damals die Parksituation: "Alle legalen und illegalen Plätze, waren blockiert." Es war ihm gelungen acht Kinder aus der Gemeinde zu motivieren monatelang zu proben und vor allem seine Familie für Kostüme und Kulissen einzuspannen. Das war erst der Anfang einer Erfolgsstory. 

Devin Reh - das klingt ja schn nach einem Künstlernamen. Kurz, orgiginell, gut zu merken. Du bist jetzt am Anfang einer Musicalkarriere, die dich von Gimmeldingen nach Hamburg zu deiner Ausbildung und ersten Engagegments geführt hat. Erzähl doch mal, wie das glelaufen ist!

Seitdem ich mein erstes Musical gesehen hatte, war es mein Traum, Musicaldarsteller zu werden. Daher nahm ich bereits vor meiner Ausbildung Gesangsunterricht und tanzte Rock 'n' Roll. Außerdem gründete ich die "Gimmeldinger Musicalgruppe", mit der ich in Gimmeldingen und Lachen-Speyerdorf drei Stücke auf die Bühne brachte. Kurz vor meinem Abitur habe ich schließlich einen Worksshop der Stage School Hamburg besucht. Diesen habe ich als Aufnahmeprüfung werten lassen und wurde tatsächlich angenommen. 2018 zog ich daher nach Hamburg und es begann meine dreijährige Ausbildung in den Bereichen Gesang, Tanz und Schauspiel. In den drei Sparten gab es mehrere Fächer, die uns auf die Bühne vorbereitet haben

Was waren das denn für Fächer?

Im Gesang hatten wir u.a. Gesangstechnik, Musiktheorie und Einzelgesang. Im Tanz gab es u.a. Ballett, Jazz-Tanz und Steppen und im Schauspiel klassischen Schauspielunterricht, Sprechtechnik und Liedinterpretation.

Und wie kam es zum ersten Profi-Engagement?

Nach der Ausbildung habe ich mich für Auditions (auch Casting genannt) beworben. Quasi das Bewerbungsgespräch für Musicaldarsteller. Mein erstes Casting war in Bochum für das Theater Liberi. Dort konnte ich überzeugen und war bereits von Oktober 2021 bis April 2022 mit "Aladin - das Musical" als Sultan auf Deutschland-Tournee. Das war mein erster Schritt auf die professionelle Bühne.

Was ist denn das Herausfordernde an einer Tour?

Auf Tour spielt man jeden Tag in einem anderen Theater auf einer anderen Bühne. Die sind 19 alle anders. Manche sind kleiner, manche größer, manche sind sehr rutschig. Da ist keine Show wie die andere, aber dadurch bleibt das Stück schön lebendig. Außerdem hat Corona einen starken Einfluss auf die Tour gehabt. In jedem Bundesland und in jeder Halle gab es eigene Regelungen und Auflagen. Es war alles etwas unberechenbar. Bei einer Schulvorführung hatten wir tatsächlich nur 25 Zuschauer, da eine komplette Schule in Quarantäne musste. Außerdem war eine Zeit lang nicht klar, welche Shows wir überhaupt spielen dürfen.

Ich hatte bei dir immer das Gefühl, dass du genau weißt, was du willst. Du konntest andere begeistern, deinen Ideen zu folgen. Woher hast du dieses Selbstbewusstsein genommen?

Das ist schwierig zu beantworten. Ich glaube es war eine Kombination aus meinem Traum, Ehrgeiz und der Unterstützung meiner Familie und Freunde.

Wie war er Weg aus der Provinz in die Metropole und ins Showbusiness? Womit htattest du zu kämpfen - in der Ausbildung und dann als Profi?

Es war sehr große Umstellung von Gimmeldingen zu Hamburg. Ich kannte dort niemanden und war plötzlich in einer Großstadt. Das war außerdem das erste Mal in meinem Leben, dass ich komplett alleine gewohnt habe. Davor hatte ich am meisten Angst, aber ich habe mich schnell eingelebt. Während der Ausbildung musste ich sehr stark mit Zweifel und dem Leistungsdruck kämpfen. Schaffe ich das überhaupt? Bin ich gut genug? Werde ich jemals so gut sein wie meine Mitschüler*innen? Die Ausbildung war nicht nur physisch, sondern oftmals auch mental herausfordernd. Und natürlich auch mit dem andauernden Muskelkater. (lacht) Als Profi hat man eigentlich mit den selben Problemen zu kämpfen. Leistungsdruck, Zweifel, Muskelkater und Verletzungen. Aber mit viel Fleiß, Ehrgeiz und einem Traum vor Augen habe ich es geschafft.

Deinen ersten großen Erfolg hattest du in der Meerspinnhalle, die du dreimal mit deinem Ensemble gefüllt hast.

Ja genau. Ich wollte schon immer in einem Musical mitspielen, aber in Gimmeldingen und Umgebung gab es leider keine Musicalgruppe für Kinder und Jugendliche. Daher habe ich einfach 20 selbst eine gegründet: die Gimmeldinger Kindermusicalgruppe, bestehend aus sieben Kindern und mir. Zusammen haben wir in fünf Jahren im Gemeindehaus in vielen Proben drei Kindermusicals erarbeitet. Unter anderem war dies "Bibi Blocksberg - Das Musical" mit dem wir dreimal die Meerspinnhalle gefüllt hatten.

Es gab (im letzten Jahr) in der Kaiserslauterner Fruchthalle ein Wiedersehen mit deinen Akteuren von damals, aber auch mit Leuten, die an dich "geglaubt" haben. Frau Hanke, deine ehemalige Lehrerin, war auch dabei.

Richtig. Unsere Tour führte uns im November nach Kaiserslautern. Die erste Show, in der Nähe. Meine ganze Familie, Freunde und ehemalige Lehrerinnen kamen vorbei und haben sich mein erstes Profi-Engagement angesehen. Das war ein sehr besonderer und emotionaler Moment. Ich bin diesen Menschen sehr dankbar, dass sie mich in all den Jahren unterstützt haben und es immer noch tun. Viele dieser Personen halfen bereits bei der Gimmeldinger Musicalgruppe mit, sei es auf oder neben der Bühne. Sie alle in der Fruchthalle zu sehen, wie sie mir zu jubeln, dass war einfach unbeschreiblich. An dieser Stelle noch mal ein großes "Dankeschön" an euch alle!

Wie geht es nun weiter? Wo werden wir dich auf der Bühne sehen? Mit welchen Produktionen? 

Am 24. September 2022 werde ich in Wiesloch in "Die Konferenz der Tiere" als Pinguin Frosti und General Zornmüller zu sehen sein. Diese Show habe ich bereits im Mai für das Theater Arnstadt gespielt. Ab November 2022 bin ich wieder für das Theater Liberi als Sultan mit "Aladin" auf Tournee. Am 22. März 2023 spielen wir in Ramstein, am 24. März in Schwetzingen und am 26. März in Worms spielen.

Dann kann ich ja sagen: Auf Wiedersehen und danke für das Gespräch! Und vor allem - Hals - und Beinbruch für deine nächsten Auftritte!

Das Gespräch führte Thomas Klein

Wir packen es an: Das Gemeindehaus wird saniert!

Unser Gemeindehaus hat einen beträchtlichen Renovierungsrückstau. Das muss man niemandem erklären, der einmal die Toilette aufgesucht hat, der sich die Deckenbalken oder den Fußboden angeschaut hat. Das Haus soll barrierefrei werden und passend für die Nutzung zukunftsfähig umgebaut werden. Und wir wollen ein Zeichen setzen für mehr Klimaschutz und damit auch mittelfristig Kosten einsparen.

Im Gemeindehaus soll dazu eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert werden, um einen Großteil der elektrischen Energie selbst zu nutzen. Diese Prämisse lässt sich vor allem durch eine Wärmepumpe umsetzen, die primär dann aktiv ist, wenn die eigene bereitgestellte Energie zur Verfügung steht. Diese innovative Form der Heizung und Warmwasserbereitung ermöglicht einen deutlich geringeren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß als die bisherige Gasheizung und zudem deutlich geringere Betriebskosten. Zudem ist eine Kopplung mit dem Pfarrhaus denkbar, was die Effizienz der Anlage weiter steigern würde.

Ein Scherenpodest am Eingang und die Verlegung der Toiletten in die Ebene des Erdgeschosses sollen die Barrierefreiheit gewährleisten. Die neuen Toiletten sollen im aktuellen Küchenbereich ihren Platz finden und in Richtung Norden erweitert werden. Die neue Küche teilt sich dann in zwei Bereiche. Eine Teeküche im Gemeindesaal, die den täglichen Anforderungen (z.B. Kirchkaffee, Frühstück etc.) gerecht wird und eine große Küche für Feste und weitere große Events im derzeitigen Kellerraum. Um die Herausgabe zu erleichtern steht eine Konstruktion im Raum, um die Speisen in den Gemeindehof zu befördern. Unser Architekt Herr Trapp hat hierfür auch eine praktikable Lösung parat. Der direkt anschließende tieferliegende Keller soll eventuell als Jugendraum genutzt werden. Unter dem Dach wird durch eine Innendämmung der Heizenergiebedarf drastisch reduziert. Durch eine neue Raumgestaltung bekommt der Kindergottesdienst sowie die Jugendgruppe einen eigenen Raum.

Wir sind noch in der Planungsphase. In einer Gemeindeversammlung werden wir die Überlegungen vorstellen und diskutieren.

Jonas Naumer

Weltladen im Turm

Ab sofort haben wir in unserem Turm nach dem Gottesdienst einen Verkaufsstand des Eine-Welt-Ladens.

Der Verkauf wird regelmäßig sonntags stattfinden und wir würden uns freuen, wenn unsere Gemeindemitglieder dieses Angebot annehmen. Gerne können aber nach wie vor Waren des EWL Neustadt bei Frau Beate Georg 06321/6560 oder 0163/9685126 bestellt werden. Diese werden dann nach Wunsch auch persönlich zugestellt oder sonntags mitgebracht.